Artist Index: Martius, Carl Friedrich Philipp von


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Los 2568Martius, Carl Friedrich Philipp von
Brief an den Berliner Kartographen Heinrich Kiepert. 1856

Auktion 127

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Martius, Carl Friedrich Philipp von, bayerischer Naturforscher, Botaniker und Ethnograph, bereiste 3 Jahre Brasilien mit dem Amazonasgebiet (1794-1858). Eigh. Brief m. U. "Martius". 3 S. auf 2 Bl. Gr. 8vo. Schlehdorf bei Murnau 21.IX.1856.
Umfangreicher Brief an den Berliner Geographen, Kartographen und Universitätsprofessor Heinrich Kiepert (1818-1899), dessen Besuch aus Österreich er "mit größter Freude" erwarte. Gibt ausführliche Empfehlungen zu verschiedenen Reiserouten nach Murnau, einschließlich eines Treffens mit seinem Bruder, dem Pharmakologie-Professor Theodor Martius, der sich zur Kur in Bad Reichenhall aufhalte. Zeigt sich interessiert an Kieperts Eindrücken von der Alpenwelt und hofft, ihm "dann auch noch einige Punkte in unserem schönen Gebirg, favente coruscante Phoebo, zeigen zu können".

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Los 20Martius, Carl Friedrich Philipp von
Das Naturell, die Krankheiten, das Arzttum und die Heilmittel der Urbewohner Brasiliens

Auktion 121

Zuschlag
200€ (US$ 227)

Details

Brasilien-Rarissimum: Nicht bei Sabin, Bosch und Borba de Moraes
Martius, Carl Friedrich Philipp von. Das Naturell, die Krankheiten, das Arzttum und die Heilmittel der Urbewohner Brasiliens. In: Buchners Repertorium für die Pharmacie, Band LXXIII und LXXXIV (= Zweite Reihe Bände XXXIII und XXXIV). VIII, 424, 12; VIII, 424 S. Mit gefalteter Tabelle und lithographischer Falttafel. 15,4 x 10 cm. Graues Feinleinen d. Z. (gering berieben, bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel. Nürnberg, Johann Leonhard Schrag, 1844.
Howgego (1800-1850), S. 394. Vgl. Borba de Moraes (2. Auflage 1983) II, S. 529 (dort nur ein undatierter, bei C. Wolf in München erschienener Separatdruck). Nicht bei Sabin, nicht bei Bosch. – Seltener erster Druck der Essays über Brasilien von dem Naturforscher, Botaniker und Ethnographen Carl Friedrich Philipp von Martius (1794-1868), in dem er berichtet über Naturmedizin, Hexerei, Schamanismus, Medizinmänner, Heilungsrituale, Beschwörungen, Nahrungsmittel, Gift- und Heilpflanzen. Zum Schluss (Band LXXXIV, S. 3216ff.) findet sich eine Liste der "mythischen Gewächse" (Martius), pflanzliche Nachrungs- und Heilmittel der Ureinwohner Brasiliens.
Martius gilt neben seiner überragenden Bedeutung als Botaniker und Ethongraph auch als einer der Begründer der Ethnomedizin und Ethnobotanik. Er erkannte als erster im deutschsprachigen Raum die Bedeutung des in Südamerika als Pfeilgift verwendeten Curare für die Herzmedizin. Seine Beiträge okkupieren die Seiten 289-328 (Band LXXXIII) und 1-46, 145-181 und 289-356 (Band LXXXIV). – In guter Erhaltung, Exemplar der ehemaligen "Bibliothek des Wr. Ap. H. Gremium", also des Wiener Apotheker Haupt-Gremiums mit dessen Stempel auf dem Vorsatz. Von äußerster Seltenheit, nicht in den wichtigsten Amerika-Bibliographien verzeichnet. Lediglich ein Nachweis im Katalog "Brasilianische Reise 1817-20, Martius zum 200. Geburtstag", hrsg. von Jörg Helbig (München, Hirmer, 1994, S. 177, Nr. 38). Zum Autor vgl. auch Henze III, 386f. und Oberacker, Der deutsche Beitrag zum Aufbau der brasilianischen Nation, São Paulo, Herder, 1955, S. 206ff.

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Los 2561Martius, Carl Friedrich Philipp von
3 Briefe + Beilage

Auktion 119

Zuschlag
800€ (US$ 909)

Details

Martius, Carl Friedrich Philipp von, bayerischer, vielfach dekorierter Naturforscher, Botaniker und Ethnograph, bereiste 3 Jahre Brasilien und brachte eine große Zahl von Tier- und Pflanzenpräparaten mit, war ab 1826 Professor in München und später auch Direktor des dortigen Botanischen Gartens (1794-1868). 3 eigh. Briefe m. U. "Martius" bzw. "Geh. Rath D. v. Martius". Zus. 5 S. 4to und Quer-8vo. 1822- (circa 1865).
Der erste, sehr umfangreiche Brief (München 11.VIII.1822) behandelt in der ersten Hälfte botanische Spezialfragen und geht dann zu einer Verabredung mit dem befreundeten (Frankfurter ?) Adressaten über, den Martius neun Jahre nicht gesehen hatte. "... Ihr Anerbieten, mir bis Darmstadt entgegen zu kommen, hat mich ganz entzückt. Sie schreiben zwar, daß Ihnen Mainz lieber wäre, aber wenn es Ihnen nur einigermaßen möglich ist, so kommen Sie doch bis Darmstadt. Gerade dieses kleine und kunstreiche Städtchen möchte ich ein paar Tage mit Ihnen sehen, wir wollen uns da ganz für uns halten. Daß Frkf., wo Sie so bekannt sind, nicht so gut dient, sehe ich selbst ein ... Ich gehe nach Stuttgardt u. dann mit dem Schnellwagen bis Darmstadt ... Recht leid ist mir, daß Fritz krank ist. Ich werde mit ihm die Reise wohl nicht machen können, denn besser berühre ich Würzb. u. Fr. erst auf der Heimkehr; aber Cölln u. Düsseldorf möchte ich sehen ... Eben höre ich, daß der Kaiser v. Österreich in einigen Wochen hieher kommt, das wäre ein verwünschter Streich, wenn ich am Gartenportal Schildwache stehen müßte ... Eben jetzt ist Gr. Starnberg mit Dr. Pohl hier. Man verwundert sich, daß wir schon so viel fertig haben. Ey nun, man treibt's eben wie's geht. - Meine Freude, Sie, theuerster Freund, nach 9 Jahren wieder umarmen zu können, ist unbeschreiblich ...". - Der zweite Brief (1841) ist an den Universitätsgärtner Joseph Dieffenbach (1796-1863) am Botanischen Garten in Wien gerichtet, als Begleitschreiben zum "Münchner Samenkatalog pro 1841" und einer Münchener Desideratenliste zum Zweck lebhaften Austauschs. "... Unser neuer Hofgärtner H. Weinkauff empfiehlt sich überdies Ihrem Wohlwollen in dem beiliegenden Briefe. Hrn Prof. Endlicher wollen Sie in meinem Namen alles Erdenkliche Schöne sagen. Ich erwarte nächstens auch Briefe von ihm ...". - Das dritte Schreiben ist ein Billet (nach 1859) an den berühmten österr. Botaniker Anton Kerner von Marilaun (1831-1898), zu dieser Zeit Professor in Innsbruck: "Herrn Prof. der Botanik D. Kerner in Insbruck empfiehlt sich u. den Überbringer H. Dr. Jacob hochachtungsvoll Geh. Rath D. v. Martius". - Beiliegend ein Folio-Blatt mit flüchtig kommentierten Federskizzen von Blüten, von anderer Hand mit Bleistift bezeichnet: "Martius".

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