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Los 2567Liebig, Justus von
Eigenhändiges Manuskript-Fragment zu seinem Werk "Die Tier-Chemie". 1846
Auktion 127
Schätzung
8.000€ (US$ 9,091)
Liebig, Justus von, der große Chemiker (1803-1873). Eigenhändiges Manuskript (Rohfassungt). 60 Bl., meist einseitig eng beschrieben und oftmals aus mehreren Teilen zusammengesetzt oder ergänzt. Gr. 8vo, 4to und folio (gefaltet). Lose Bl., einzeln eingelegt jeweils zwischen Büttenblätter in einer modernen Ledermappe, diese wiederum in einer modernen Leinen-Kassette. O. O. (ca. 1846-1847).
Umfangreiches, stark korrigiertes und vielfach durch montierte Textstreifen gebildetes oder ergänztes Rohmanuskript zu Liebigs Werk "Die Thierchemie, oder die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Physiologe und Pathologie", zuerst 1842 in Braunschweig erschienen. Bei unserem Manuskript handelt es sich wohl um einen Teil der 3., veränderten Auflage von 1847 (Paoloni 494). Liebig hat seine "Organische Chemie" für die 3. Auflage erstmals umgearbeitet, vor allem den 2. Teil, und dazu seinen mehr allgemeinen Betrachtungen der 1. und 2. Auflage nun wissenschaftliche Untersuchungen zugrunde gelegt. Bei Vergleich unseres Manuskripts mit dem Druck zeigt sich, dass das Manuskript einen Großteil der Kapitel 18-22 sowie den nahezu kompletten 2. Teil, "Die Metamorphosen der Gebilde" - "Die Methode", umfaßt. Allerdings enthält unser Manuskript wesentlich mehr Text, vor allem für den 2. Teil, während sich in den Kapiteln 18-22 hauptsächlich Wort- und Satzänderungen zeigen. Ein Blatt enthält rückseitig das Datum "Gießen 11 Febr. 1846", was auch auf benutztes Konzeptpapier hindeuten kann, jedoch immerhin einen Terminus post quem bietet. - Wertvolles Zeugnis der Arbeitsweise und Präsentation unbekannter Texte des großen Gelehrten. - Wissenschaftliche Manuskripte Justus von Liebigs, insbesondere von solchem Umfang, sind von größter Seltenheit.
Los 2552Liebig, Justus von
Brief an den Buchhändler Oldenbourg
Auktion 124
Zuschlag
320€ (US$ 364)
Liebig, Justus von, der große Chemiker (1803-1873). Eigh. Brief m. U. "Dr Justus v Liebig". 1/2 S. Gr. 4to. München 1.XII.1853.
An den Buchhändler Oldenbourg, den er um die Beschaffung eines Buches bittet. "... Es ist für meinen Sohn nach Bombay bestimmt und ich wünschte darauf rechnen zu können es in spätestens drei Wochen zu haben ...". - Liebigs ältester Sohn Georg (1827-1903), ein Mediziner und Klimatologe, war 1853 für die englische Ostindien-Kompanie nach Bombay gereist. 1855 wurde er Professor in Kalkutta. - Ein kleiner Einriss unauffällig unterlegt. - Beiliegend ein Porträt Liebigs, nach einer Zeichnung von Engel lithographiert von d'Artus; mit faksimilierter Signatur noch ohne Adelstitel, also vor 1845.
Los 324Liebig, Justus von
Über Gährung, über Quelle der Muskelkraft und Ernährung
Auktion 118
Zuschlag
240€ (US$ 273)
Liebig, Justus von. Über Gährung, über Quelle der Muskelkraft und Ernährung. XII, 138 S., 1 Bl. 23 x 14,5 cm. OUmschlag (mit Randläsuren, etwas angeschmutzt). Leipzig und Heidelberg, C. F. Winter, 1870.
Sonderdruck aus: Annalen der Chemie und Pharmacie. Poggendorff III 811. Paoloni 762. – Erste Ausgabe dieser Abhandlung (Neue Folge der bereits 1869 erschienenen Ausgabe "Ueber die Gährung und die Quelle der Muskelkraft"), die sich gegen die Auffassung von Pasteur wendet, der Gärung als Lebensprozess betrachtet. "Liebig sieht Gährungsprozesse mit ganz anderen Augen als der Bakteriologe Pasteur; jedoch führen die Theorien beider Forscher zu bedeutenden wissenschaftlichen Erkenntnissen" (Paoloni). – Vortitel und Titel leicht lichtrandig. Unbeschnittenes und unaufgeschnittenes Exemplar.
Liebig, Justus von, weltberühmter Chemiker, Ehrenbürger Münchens (1803-1873). Eigh. Brief m. U. "J v Liebig". 2/3 S. 4to. München 19.VIII.1861.
An die Verlagsbuchhandlung C. F. Winter in Leipzig: "... Ich beehre mich Sie zu unterrichten, daß der 119 Band der Annalen [der Chemie und Pharmazie, deren Herausgeber Liebig war] erschienen ist. Derselbe umfaßt 24 Bogen für die mir à f. 27 - f. 628 gutkommen; ich habe mir erlaubt diesen Betrag durch Herrn Raph[ael] von Erlanger [Bankier; 1806-1878] in Frankfurt mit 370 Thlr. pr. 1. Sept. auf Sie zu entnehmen. Der zweite Band von [Henry Thomas] Buckle's Geschichte [der Civilisation in England] ist in England erschienen, hoffentlich erscheint er auch bald in der deutschen Übersetzung ...". Der Band erschien in der Übersetzung von Arnold Ruge noch 1861 bei Winter. - "f." bedeutet hier Gulden; pro Bogen 27 Gulden ergibt bei 24 Bogen den Betrag von 628 Gulden. - Kleine Klebespur außerhalb des Textes; kleiner Tinten-Abklatsch bei der Grußformel; rückseitig Empfangsvermerk; linke untere Ecke mit kleiner Sammlermarke von Ray Rawlins (1917-?). - Beiliegend ein amerikanisches Stahlstichporträt Liebigs (27,5 x 20 cm, mit faksimilierter Unterschrift) nach einer Photographie.
Liebig, Justus von, weltberühmter Chemiker, Ehrenbürger Münchens (1803-1873). Eigh. Visitenkarte mit Namenszug "Geheimerath von Liebig". 4,7 x 8,4 cm. O. O. u. J. (nach 1845).
Mit Goldschnitt, abgerundeten Ecken und kleinen Spuren ehemaliger Montage.
Liebig, Justus von, weltberühmter Chemiker, Ehrenbürger Münchens (1803-1873). Eigh. Brief m. U. "Liebig". 4 S. Kl. 8vo. München 26.V.1869.
Hübscher Großvater-Brief an seine achtjährige Enkelin Johanna Thiersch (1861-1957), die sich später mit Hermann Rassow, Gymnasialdirektor in Potsdam, vermählte. Bedankt sich für ihren Geburtstagsbrief und die Nachrichten vom kleinen Friedrich: "... Es muß ein rechtes nettes kleines Kerlchen geworden sein und daß er so brav und gescheut ist, hat mich sehr gefreut. Gieb ihm doch von mir einen Kuß und sage ihm der käme vom Großvater. Auch bei mir sind die Lauben sehr schön; heute haben wir im Garten Reif gespielt, ich mit der Mama und Mariechen. Wir hatten die spanische Familie Luña zu Gast, zwei Töchter, Spanierinnen mit kohlschwarzen Augen. Die älteste heißt Carmen, die andere Maria; Carmen hat sehr schön Klavier gespielt und die Kinder haben dazu getanzt. Lina wollte mit mir nicht tanzen. Du hättest gewiß mit mir getanzt? Wie geht es denn mit Deinem Flennen, ich hoffe Du hast Dir das viele Weinen, was Dir so dicke rothe Augen macht, abgewöhnt; ich sehe Dich viel lieber lachen ...". - Die erwähnte Lina vermählte sich 1884 mit dem Historiker Hans Delbrück. - Die letzte Seite leicht fleckig. - Beiliegend ein Umschlag mit Angaben über die Provenienz des Briefes. - Ferner beiliegend ein eigh. Brief des "letzten Liebig" (München 1956) sowie ein Gruppenfoto (17 x 23,5) mit den Teilnehmern am 2. Familientag der Verwandtschaft von Justus von Liebig am 9. Juli 1933 im Liebig-Museum in Giessen (24 Personen); dazu 2 Erläuterungsblätter. Unter den abgebildeten Teilnehmern sind der 1945 als Widerstandskämpfer hingerichtete Ernst von Harnack, die Politikerin Elly Heuss-Knapp und die Fotografin Marianne Lesser-Knapp.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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