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Los 51Jameson, James Sligo
Forschungen und Erlebnisse im ''Dunkelsten Afrika''. Geschichte der Nachhut
Auktion 127
Schätzung
220€ (US$ 250)
Jameson, James S(ligo). Forschungen und Erlebnisse im ''Dunkelsten Afrika''. Geschichte der Nachhut der Emin-Pascha-Expedition. XIX, 432 S. Mit 98 teils ganzseitigen Abbildungen und 1 Faltkarte. 23 x 15 cm. Reich illustriertes, in Gold und Silber geprägtes OLeinen (kaum bestoßen, etwas berieben) mit Rotschnitt. Hamburg, Verlagsanstalt und Druckerei Actien-Gesellschaft, 1891.
Kainbacher 194. – Erste deutsche Ausgabe der Reiseberichte des James Sligo Jameson (1856-1888), posthum erschienen, der heute mit im Zentrum der Kolonialdebatte steht, so dass berichtet wird: Als "Henry Morton Stanley ... 1871 am Tanganjikasee, Zentralafrika, den verschollenen Missionar David Livingstone fand und mit den ikonischen, symbolisch für das sogenannte 'Jahrhundert der Entdecker' stehenden Worten 'Doctor Livingstone, I presume?' begrüßte", war der, "so die 'New York Times' vom 2. Juli 1872, der Kolonialismus am Höhepunkt. Im Lauf seiner späteren Streifzüge im Sold des belgischen Königs Leopold II. hatte Stanley bald einen Ruf, der ihn heute zum Serial Killer stempelt ('Er schießt auf Schwarze, als wären sie Affen' usw.). Außerdem hatte er einen Vize. Der hieß James Sligo Jameson, war Ururenkel von John Jameson, dem Gründer des irischen Whiskey-Imperiums, und sah sich als Naturforscher. Letzterer ging mit ihm wohl durch, als er laut Bericht (wieder 'New York Times', 14. 11. 1890) eine zehnjährige Sklavin erstand (Preis: sechs Taschentücher) und das Mädchen einer Gruppe Kannibalen überließ, um Augenzeuge so eines Prozesses zu werden. Das wurde er, wie er in seinem Tagebuch ausführlich beschrieb (Zitat: 'Das Mädchen machte keinen Mucks.'). Außerdem fertigte er sechs Zeichnungen vom Geschehen an, die er später mit Wasserfarben bemalte" (en.wikisource.org/wiki/Jameson,James_SligoDNB00 Wiener-online.at 08.02.22). – Innenspiegel mit zwei montierten Exlibris. Nahezu tadellos gut erhaltenes Zeugnis für den Kolonialismus und Rassismus. Innengelenke angebrochen.
Los 20Jameson, James Sligo
Forschungen und Erlebnisse im ''Dunkelsten Afrika''. Geschichte der Nachhut
Auktion 119
Zuschlag
130€ (US$ 148)
Jameson, James S(ligo). Forschungen und Erlebnisse im ''Dunkelsten Afrika''. Geschichte der Nachhut der Emin-Pascha-Expedition. XIX, 432 S. Mit 98 teils ganzseitigen Abbildungen und 1 Faltkarte. 23 x 15 cm. Reich illustriertes, in Gold und Silber geprägtes OLeinen (kaum bestoßen) mit dreiseitigem Rotschnitt. Hamburg, Verlagsanstalt und Druckerei Actien-Gesellschaft, 1891.
Kainbacher 194. – Erste deutsche Ausgabe der Reiseberichte des James Sligo Jameson (1856-1888), posthum erschienen, der heute mit im Zentrum der Kolonialdebatte steht, so dass berichtet wird: Als "Henry Morton Stanley ... 1871 am Tanganjikasee, Zentralafrika, den verschollenen Missionar David Livingstone fand und mit den ikonischen, symbolisch für das sogenannte 'Jahrhundert der Entdecker' stehenden Worten 'Doctor Livingstone, I presume?' begrüßte", war der, "so die 'New York Times' vom 2. Juli 1872, der Kolonialismus am Höhepunkt. Im Lauf seiner späteren Streifzüge im Sold des belgischen Königs Leopold II. hatte Stanley bald einen Ruf, der ihn heute zum Serial Killer stempelt ('Er schießt auf Schwarze, als wären sie Affen' usw.). Außerdem hatte er einen Vize. Der hieß James Sligo Jameson, war Ururenkel von John Jameson, dem Gründer des irischen Whiskey-Imperiums, und sah sich als Naturforscher. Letzterer ging mit ihm wohl durch, als er laut Bericht (wieder 'New York Times', 14. 11. 1890) eine zehnjährige Sklavin erstand (Preis: sechs Taschentücher) und das Mädchen einer Gruppe Kannibalen überließ, um Augenzeuge so eines Prozesses zu werden. Das wurde er, wie er in seinem Tagebuch ausführlich beschrieb (Zitat: 'Das Mädchen machte keinen Mucks.'). Außerdem fertigte er sechs Zeichnungen vom Geschehen an, die er später mit Wasserfarben bemalte" (en.wikisource.org/wiki/Jameson,James_SligoDNB00 Wiener-online.at 08.02.22). – Nahezu tadellos gut erhaltenes Zeugnis für den Kolonialismus und Rassismus. – Beiliegt: Harry Hamilton Johnston. Der Kilima-Ndjaro. Forschungsreise im östlichen Aequatorial-Afrika. Aus dem Englischen von W. von Freeden. XIV, 534 S., 1 Bl. Mit Porträt, zahlreichen Holzstichen im Text und auf Tafeln sowie 4 (2 gefalteten) teils farbige Karten. 22 x 13,5 cm. OLeinen (leicht fleckig und etwas berieben). Leipzig, Brockhaus, 1886. - Erste deutsche Ausgabe. - Henze II, 714 - Sir Johnston (1858-1927) reiste mit dem Auftrag, im Kilimandscharogebiet Sammlungen der dortigen Lebensformen zusammenzutragen, um ihre Verwandtschaft mit jenen anderer afrikanische Hochgebirge zu untersuchen. Darüber hinaus waren seine meteorologischen Beobachtungen ''wertvoll'' (Henze). - Titelblatt und Innendeckel bzw. Vorsatz gestempelt, sonst gutes Exemplar.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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